Interview mit Marco Pogo von Turbobier (AT)

Liebe Leute,

Nicki war für Euch wieder in Sachen Interview unterwegs + anbei die schriftlichen Ergüsse von Nicki + Marco von Turbobier:

Danke, dass Ihr Euch Zeit für ein kurzes E-Mail Interview nehmt.

Jederzeit.

Zuerst einmal: Gratulation zu Eurem Debütalbum „Irokesentango“. Das ist ja jetzt schon eine Zeit lang draußen, Ihr seid nach wie vor in den Albumcharts vertreten (Stand. 6.7.15) – wie ist das allgemeine Feedback bis jetzt?

Das Feedback is grandios. Wir hätten söwa nicht damit gerechnet. Das Konzept von der Platte woar aber eh, ausschließlich Hits aufzunehmen – sogesehen dürfte dies ganz gut funktioniert haben. Ein Einstieg in den Albumcharts is eine tolle Sache, owa definitiv nicht unser Gradmesser in Sochen Erfolg.

Zum Cover habe ich auch gleich eine Frage: Hat der Michi sich dazu geäußert? Und warum überhaupt unser lieber Bürgermeister? Der ist doch bekannt dafür, dass er lieber Weiße Spritzer trinkt statt Hopfensmoothies.

Wir biaschtln mit allen gern, und wenn er lieber einen Spritzer trinkt, is des im Prinzip ah ok für uns. Wer weiß, vielleicht könn ma ihn ja noch bekehren. Ansonsten halten sich die Roten sehr zruck, und versuchen, uns nicht im Wege zu stehen. Hätten’s eh ka Chance, bei der steigenden Macht der Bierpartei!

Euch gibt’s noch nicht so ewig lang, jetzt habt Ihr Euer erstes Album rausgebracht, seid auf Tour, nicht zu vergessen die anstrengende Parteiarbeit. So ganz nach „nix hackln“ klingt das aber nicht. Wie lässt sich das mit dem „Tachinieren“ vereinbaren?

Wir versuchen immer, wenn sich’s nach Arbeit anfühlt, einfach viel zu biaschtln, und dann geht’s. Das is aber ja keine Arbeit im eigentlichen Sinne – wir machen das, was wir am besten können, nämlich Bier-saufen, und das is inzwischen eine Art Beruf – auch wenn’s sichs nicht so anfühlt.

Apropos Bierpartei – für alle, die noch nichts von der BPÖ gehört haben – Euer Wahlprogramm in Stichworten?

Dicht in die Zukunft. Entfesselung des Tachiniertums. Nixtun muss wieder was wert sein. Mut zur Dichtheit. Arbeit? Nein, danke.

Als Austria Wien Fan muss Euch die Frage stellen: Hat sich Andi Ogris gefreut, dass er Euer Ombudsmann sein soll?

Er hat uns angerufen, wir haben ihm kurz unser Wahlprogramm durchgegeben, und er war sofort auf unserer Seite. Es hat sich nicht so angehört, als ob er sich nicht zu 130% mit uns identifizieren könnte! Wir arbeiten halt nur mit den Besten!

Genug der Politik. Zurück zur Musik. Ihr sagt von Euch selbst, dass Ihr „Turbotango“ macht. Habt Ihr damit ein Sub-Genre des Punks „erfunden“ oder ist „Turbotango“ einfach Punk auf Wienerisch?

Es is defintiv ein eigenes Genre. Und es heißt übrigens nicht ‚Turbo-Tango’, sondern ‚Irokesentango’  das sagen wir deshalb so selbstbewusst, da es musikalisch gesehen ja net nur Punk is, wos wir machen. Wir san jo tolerante Menschen, und holen uns Einflüsse von dort, wo’s uns daugt. ‚I hoss olle Leit’, Song Nr. 7 auf der Platte, geht ja auch als 1A Rock’n’Roll-Nummer durch.

Ihr seid ja jetzt ständig live zu bewundern. Wie ist Eure Publikumserfahrung? Wo fühlt Ihr Euch am wohlsten?

Also inzwischen muss man jo sagen, dass wir zum Glück auch schon in den Bundesländern und vor allem in Bayern a breite Fanbase haben – Leit olle Texte live mitsingen können usw. Das is scho richtig großartig. Am liabstn spü ma owa im 2. Wohnzimmer, der Arena. Dort samma eigentlich olle aufgwachsen. Mal schaun, wie sich das jetzt no entwickelt. Im Herbst samma auf Deutschland-Tour, und spün auch in Hamburg, Berlin und Köln. In letztgenannter Stadt san a scho richtig guad Tickets weg. Es bleibt spannend!

Man darf Euch ja hoffentlich schon als Rockstars bezeichnen. Wie schaut’s da aus mit Groupies? Sind die auch immer fett wie ein Radierer?

Wir lenken unsre Aufmerksamkeit noch unsren Konzerten definitiv auf’s Biaschtln (auch sehr gern mit unsren Fans, wurscht ob Mann oder Frau oder wieauchimmer, der Mensch zählt). Alles andre is uns relativ blunzn. Danke für das Rockstars-Kompliment, wir sehen uns selbst owa eher ois Trinkstars.

Ich hab schon viel über Eure musikalischen Vorbilder gelesen – aber welche „Trangler“- Vorbilder habt Ihr?

Qualtinger! Der hot immer gern wos biaschtlt. Udo Jürgens! A waun er zuletzt jo sehr brav gewirkt hat, der hot’s sicher faustdick hinter den Ohrwaschln ghabt. Und auch, ehrlichgesagt, a bissl Häupl. Wer so offen zugibt, so vü zu biaschtln, is scho a mutiger Mensch!

Bevor wir zur letzten Frage kommen, habt Ihr die einmalige Chance, Euch selbst DIE Frage zu stellen, die Ihr in einem Interview endlich gerne einmal gestellt bekommen möchtet – und könnt Sie auch gleich beantworten!

Pogo: Lieblingsgetränk? M. Pogo: Bier Ganz ehrlich, mir hot no nie wer die Frog’ gestellt, was ich am liebsten trink. Alle scheinen das zu wissen.

Möchtet Ihr noch etwas Euren Fans und denen, die es noch werden mögen, mitteilen? Viel Album kaufen, viel Bier trinken, viel zu de TURBOBIER-Konzerte gehen!

Vielen lieben Dank und hoffentlich bis bald bei einem Konzert von Euch!

Danke u Prost! Marco Pogo

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Nicki für Moremetal